Fütterung von Kuh, Kalb, Rindern, Färsen und Trockenstehern

Beginnen wir mit mir, der Kleinsten:

ich wurde nach der Geburt von meiner Mutter getrennt. Dies geschah zu meinem Schutz, damit ich mich nicht bei den "Großen" anstecke. Ich habe dennoch in den ersten Lebenstagen die sog. Biestmilch bekommen, die auch Erstmilch, Vormilch oder Kolostralmilch genannt wird. Diese Milch stammt von meiner Mutter, ist reich an wertvollen Inhaltsstoffen wie zum Beispiel Eiweiß, welches die wichtigen Immunstoffe enthält, die mich, das Kuhkalb, vor Erkrankung schützen. Außerdem hat die Milch einen hohen Gehalt an Mineralstoffen und Vitaminen.

Robin hat dafür gesorgt, dass ich diese Milch bald nach der Geburt, in den ersten vier Stunden, erhalten habe. Gut ist es, dass ich gleich am ersten Tag davon vier Liter getrunken habe.

Puh, ich war pappsatt. 

Vergleicht doch mal die unten stehenden Zahlen, dann stellt ihr schnell fest, dass in dieser Milch ganz viel wertvolles Eiweiß enthalten ist. 
                            Biestmilch         Normalmilch
Wasser:                  74,7 %               86,9 %
Trockenmasse        25,3 %               13,1 % 
Eiweiß:                    17,6 %                 3,6 %
Milchzucker:              2,7 %                 4,8 %
Fett:                          3,6 %                 4,0 % 
Mineralstoffe/            +++                       +
Vitamine

Wir leben etwa zwei Wochen in einem Iglu. Dort bekommen wir Milch, Wasser und Heu (Rauhfutter).

Anschließend ziehen wir in den Kälberstall um, wo wir an einem Automaten getränkt werden.

Am Anfang habe ich mich echt ein wenig zickig angestellt. Ich sollte in diese blöde Kiste vor dem Automaten marschieren.

Aber ich bin ja nicht doof, schnell hatte ich dann den Dreh raus.

Wir bekommen außer der Milch auch Heu, das kannte ich ja auch schon aus meiner Zeit im Iglu, da hat Robin mir das auch immer hingelegt. Das duftet echt krass. Ich mag das.

Außerdem fresse ich dann noch Silage und Kraftfutter, damit ich gesund bleibe und gut wachse.

Im Kälberstall ist es toll, da haben wir zusammen viel Spaß, besonders, wenn neues Stroh kommt. Wir hopsen dann ziemlich wild durch die Gegend und ihr würdet staunen, wie schnell wir dabei sind.

 

Das bin ich!

Das frisst meine Mama, die Milchkuh:

Ich fresse täglich so viel ich mag. Dafür gehe ich an das Fressgitter.

In meinem Futter findet sich eine Mischung aus Maissilage, Grassilage, Eiweißergänzer (Rapsschrot, Weizenmehl, Mineralfutter und Melasse) und Heu. In der Regel fresse ich 40 kg dieser Mischung. Nur mit gutem Futter bleibe ich gesund. 

Der Mais für die Silage wird Ende April gelegt und Anfang Oktober geerntet. Dazu wird er gehäckselt und kommt auf ein großes Silo. Nach etwa 8 Wochen kann er verfüttert werden.

Die Grassilage stammt vom Grünland. Drei- bis viermal im Jahr werden die Wiesen gemäht. Nach dem Mähen lässt man das Gras angewelken, das heißt, man lässt es nach dem Mähen etwa einen Tag austrocknen. Dann wird es zügig in Schwaden (Reihen) gelegt und gehäckselt. Mit Ladewagen wird das Häckselgut zum Hof gefahren, wo es auf der Siloplatte zu einem großen Haufen aufgeschichtet und verdichtet wird. Danach wird der Haufen mit einer Folie luftdicht verschlossen, damit anaerobe Milchsäurebakterien (dies sind Bakterien, die ohne Sauerstoff wirksam sind) das Gras ansäuern und damit haltbar machen können.

Zusätzlich bekomme ich beim Melken Kraftfutter, dessen Menge meiner Milchleistung entspricht, das heißt, ich fresse auch beim Melken im Roboter.

 

 

 

Hof Gösling

Süberweg 4

49090 Osnabrück

Telefon: 05 41 12 22 15

Telefax: 05 41 12 84 80

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