Die Bauern to Sodeburen

Die nachfolgenden Erkenntnisse gehen zurück auf ein langes Forscherleben des Wilhelm Süvern aus Lemgo, der nicht müde wurde, der Herkunft seiner Ahnen auf den Grund zu gehen.

Ich beziehe mich im Weiteren auf seine Forschungsergebnisse.

Am Fuße des Schürhügels findet man die Höfe Gösling und Albers.

Dort, wo sich heute die Eversburger Kirche befindet, war vermutlich ein sächsischer Edelhof, der u.a. mit den Höfen Albers und Gösling eine Markgemeinschaft bildete.

Die älteste Urkunde, in der die Höfe namentlich benannt werden, lässt sich auf den 14.02.1368 datieren.

Damals nannte man die Höfe Sodeburen. Auf den Höfen wohnten Hermann und Ludeke to Sodeburen (Sode = abgestochenes Torfstück/ Buren = Bauern).

Seit dem Mittelalter hat der Name Sodeburen vielfältige Veränderungen erfahren.

1540 wurde aus Kersten und Grete to Sodeburen "to Sogebarden". Der Name war einem weiteren Wandel unterzogen. So findet man 1650 den Namen Gößlich zu Sübern, sein Urenkel hieß Johann Gösling (1717). "Im Jahr 1770 treten in Sankt Marien zu Osnabrück als Paten auf: "Johann Berend Gößling und Johann Heinrich Albert, beide aus der Bauernschaft Süvern"."

Noch heute findet man den alten Hof- und Ortsnamen in den Straßenbezeichnungen Süberweg, Süveresch und die älteren Leser kennen vielleicht noch die Ortsbezeichnung "Im Süvern".

Das genaue Alter des Hofes lässt sich nicht bestimmen, aufgrund von Urnenfunden im Jahr 1825 (bei Grabungen am Schürhügel) und beim Abbau von Sand anlässlich des Kirchbaus in Eversburg, darf man davon ausgehen, dass am Schürhügel ein heidnischer Sippenfriedhof lag. 

Die Gegend war bereits in vorchristlicher Zeit besiedelt.

Sodeburen wird demnach eine altsächsische Siedlung gewesen sein.

"In Hofnähe auf der Randterrasse des Hasetales liegen wohl die ältesten Äcker."

Die Bauern Gösling und Albers haben, wie einer alten Flurkarte von 1785 zu entnehmen ist, gemeinsam den Süveresch gerodet.

Im Kataster von 1740 ist zu lesen:

"Das Land, 121 Scheffelsaat, ist schlechtes, dürres Saatland, das Holz, 8 Scheffelsaat, reicht nicht zum Brande hin, es muss mehrenteils Torf gebrannt werden. Die Weiden, 18 Scheffelsaat, sind zu dem völligen Bedarf nicht hinreichend. Sein Nahrungsstand bestehet  in Ackerbau und Löwendlinnenmachen und ist die Wirtschaft bisher sehr vernünftig betrieben worden." (Quelle: Süvern, Wilhelm : To Sodeburen - Süvern 1368 - 1980, Lemgo 1980, S. 11)

 

Wie bereits eingangs erwähnt, erzählt die Urkunde von 1368 von den Höfen Albers und Gösling.

Eversburg war zu dieser Zeit ein fränkischer Herrenhof, der Vogt des Osnabrücker Bischofs residierte dort. 

Im 12. Jahrhundert gehörte die Vogtei den Grafen von Tecklenburg, so dass die Bauern to Sodeburen als Nachbarn der Eversburg den Tecklenburger Grafen hörig wurden.

1368 befanden sich die beiden Höfe im "Lehnsbesitz der Ritterfamilie von Brochterbeck, einem Dienstmannengeschlecht der Grafen von Tecklenburg".

Im Jahr 1841 endet die wechselvolle Geschichte mit der "Ablösung der alten gutsherrlichen Abgaben an das Twente-Hospital".

 

Hausnummern der alten Höfe in Pye

  • Gösling Nr. 1
  • Becker Nr. 2
  • Offers Nr. 3
  • Schöler Nr. 4 [heute: Nölker]
  • Drees Nr. 5
  • Große Siebenbürgen Nr. 6
  • Albers Nr. 7
  • Kleine Siebenbürgen Nr. 8 [bis Ende 2012 Pyer Hofcafé, Besitzer: Vedder, jetzt verkauft]
  • Overin Nr. 9
  • Meyer Nr. 10 [heute: Meyknecht]
  • Drees/Inderheide Nr. 11 [heute: Halbrügge]

Quelle: http://www.familienforschung-tecklenburg-land.de

 

 

Hof Gösling

Süberweg 4

49090 Osnabrück

Telefon: 05 41 12 22 15

Telefax: 05 41 12 84 80

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